Bürgermeister von Zagreb erwägt Bau einer Müllverbrennungsanlage

16.9.2026

Der Bürgermeister von Zagreb, Tomislav Tomašević (M – Wir können’s!), hat nach jahrelanger Ablehnung seine Haltung zu einer städtischen Müllverbrennungsanlage geändert. Eine Studie habe ergeben, dass sich eine städtische Anlage für Reststoffe aus der Abfallverarbeitung wirtschaftlich lohnen würde. Ausgangspunkt ist das geplante Abfallwirtschaftszentrum in Resnik, für das die Stadt nach eigenen Angaben eine Standortgenehmigung erhalten hat. Der dort entstehende Brennstoff aus Abfall soll nicht deponiert, sondern zur Erzeugung von Strom und Wärme genutzt werden. Entscheidend sei laut Tomašević, dass die Anlage neben Strom auch Wärme für das Zagreber Fernwärmenetz liefert. Damit hängt das Projekt eng mit dem staatlichen Energiekonzern HEP beziehungsweise dessen Fernwärmesparte zusammen, die voraussichtlich erneut die Konzession für die Wärmeversorgung erhält und dem Standort der Anlage zustimmen müsste. Laut Bürgermeister Tomašević soll ausschließlich Brennstoff aus dem Zagreber Abfallwirtschaftszentrum verarbeitet werden, nicht Abfall oder Ersatzbrennstoff aus anderen kroatischen Gespanschaften. Einen konkreten Zeitplan gibt es noch nicht. Mit Planung und Bau des Abfallwirtschaftszentrums soll Ende kommenden Jahres begonnen werden. Danach soll auch der weitere Zeitplan klarer werden.

Quelle: Index.hr, Zagreb