Housing First in Berlin brachte 350 Mietverträge in acht Jahren

16.9.2026

Das Berliner Housing-First-Programm zieht für sich nach acht Jahren eine positive Zwischenbilanz: Seit dem Start 2018 wurden insgesamt 350 Mietverträge an wohnungslose Menschen vermittelt, mehr als 420 Menschen erhielten so ein eigenes Zuhause. Nach Angaben des Berliner Senats bleiben dabei mehr als 90 Prozent der Menschen langfristig in ihrer Wohnung. Im Prinzip von Housing First wird zuerst die eigene Wohnung bereitgestellt, danach die Unterstützung – wobei Betroffene vorher ihre "Wohnfähigkeit" nicht erst unter Beweis stellen müssen. Das Konzept wurde Anfang der 1990er-Jahre in den USA unter Leitung des Sozialarbeiters Sam Tsemberis entwickelt und ursprünglich für obdachlose Menschen mit psychischen Erkrankungen eingesetzt. In Berlin wurde es ab 2018 zunächst in zwei Modellprojekten erprobt und anschließend auf heute sechs Projekte ausgeweitet.​

Quelle: Berlin.de, Berlin