Sanierung der bunten Häuschen im Prager Goldenen Gässchen
10.10.2026
Auf der Prager Burg wird mit einer schrittweisen Restaurierung der farbenfrohen Fassaden im Goldenen Gässchen begonnen. Die Arbeiten sollen in den kommenden Monaten erfolgen und den regulären Besucher*innenbetrieb möglichst nicht beeinträchtigen. Restaurator*innen werden die Fassaden reinigen, ungeeignete Farbschichten entfernen und größere Risse durch Injektionen stabilisieren. Außerdem sollen Fenster, Türen und an zugänglichen Stellen auch die Schornsteine instandgesetzt werden. Ziel ist es, die ursprüngliche Farbgestaltung wiederherzustellen, die auf die Umgestaltung des Goldenen Gässchens durch den Architekten Pavel Janák und den Künstler Jiří Trnka im Jahr 1955 zurückgeht. Die letzte umfassende Sanierung des Goldenen Gässchen liegt rund 15 Jahre zurück, seither haben Witterungseinflüsse deutliche Spuren an den Gebäuden hinterlassen. Die Arbeiten beginnen beim Haus zwölf in der Nähe des Daliborka-Turms und werden anschließend abschnittsweise fortgesetzt. Ausgenommen ist zunächst das Haus 19, für das wegen seines schlechten statischen Zustands ein eigenes Sanierungsprojekt vorbereitet wird. Die Kosten der Fassadenarbeiten belaufen sich auf etwa 300.000 Euro. Das Goldene Gässchen geht auf das Ende des 16. Jahrhunderts zurück, als unter Rudolf II. in den Bögen der nördlichen Burgmauer kleine Wohnräume für die Burgschützen entstanden.