Tarifkonflikt bei Zagreber Verkehrsbetrieben dauert an
16.10.2026
96 Prozent der Beschäftigten, die an einer gewerkschaftlichen Befragung teilnahmen, lehnten das jüngste Angebot der Leitung des Zagreber Verkehrsunternehmens ZET für einen neuen Kollektivvertrag ab. Vorgesehen waren eine Erhöhung der Gehaltsbasis um 4,5 Prozent ab September sowie ein jährlicher Inflationsausgleich ab Jänner 2027. Nach Angaben der Gewerkschaften gibt es seit 198 Tagen keinen gültigen Kollektivvertrag. Sie fordern die Fortsetzung der Verhandlungen und haben die Stadt sowie die Unternehmensleitung zu weiteren Gesprächen eingeladen. Für den Fall eines erneuten Streiks legte das Schiedsgericht inzwischen den Mindestbetrieb fest, um ein Grundangebot im öffentlichen Verkehr sicherzustellen. Die Gewerkschaften wollen die Entscheidung respektieren. Der konkrete Umfang des Verkehrsangebots soll mit dem noch zu veröffentlichenden Fahrplan festgelegt werden. Bereits Ende September war der Tarifkonflikt in einem dreitägigen Streik bei ZET und den Zagreber Stadtwerken eskaliert, der den öffentlichen Verkehr und die Müllabfuhr beeinträchtigte. Der Ausstand endete, nachdem das zuständige Gericht ihn für rechtswidrig erklärt hatte. Da zentrale Fragen zu Löhnen und Arbeitsbedingungen weiterhin ungeklärt sind, bleibt ein neuer Streik möglich.