30 Jahre Internationale Büros: Sarajevo betonte Bedeutung der Partnerschaft mit Wien
13.10.2026
Seit 30 Jahren gibt es die Internationalen Büros der Stadt Wien. Aus diesem Anlass lud das Internationale Büro in Sarajevo zu einem Netzwerkempfang ein. Hochrangige Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien nutzten den vom Internationalen Büro in Sarajevo organisierten Abend, um auf die bisherige Zusammenarbeit zurückzublicken und über künftige Kooperationen zu sprechen. Auch der Premierminister des Kantons Sarajevo war unter den Gäst*innen.
Neben dem fachlichen Austausch soll die Zusammenarbeit künftig verstärkt auch wirtschaftliche Impulse setzen, wie die Leiterin des Internationalen Büros in Sarajevo betonte. Denn Städte können als Plattformen für Innovation und wirtschaftliche Entwicklung dazu beitragen, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentliche Institutionen miteinander zu vernetzen. Ziel ist es nun, bestehende Kontakte verstärkt für konkrete Geschäftsmöglichkeiten und gemeinsame Projekte zu nutzen.
Stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit
Diese Neuausrichtung knüpft an strategische Bestrebungen der Stadt Wien an, internationale Partnerschaften als Chance für wirtschaftliche Kooperationen umzusetzen. Auch die Zukunftsvereinbarung zwischen der Stadt Wien und der Wirtschaftskammer Wien unterstreicht die Bedeutung der internationalen Vernetzung und so die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Wien. Das bestehende Kooperationsabkommen zwischen der Wirtschaftsagentur Wien und der Investitionsagentur des Kantons Sarajevo (KAIP) bietet dafür ebenfalls einen institutionellen Anknüpfungspunkt.
Politiker*innen aus Sarajevo wollen Partnerschaft weiterentwickeln
Der Premierminister des Kantons SarajevoNihad Uk, die stellvertretende Bürgermeisterin von Sarajevo Mirela Džehverović sowie der stellvertretende Bürgermeister Predrag Puharić zählten zu den Gäst*innen der Netzwerkveranstaltung. Dabei zogen die Politiker*innen eine positive Bilanz der Zusammenarbeit. Diese umfasst zahlreiche Städteworkshops zu Themen wie Bürger*innenbeteiligung, Renaturierung, Kreislaufwirtschaft, Mistplätzen und Trinkbrunnen, ebenso wie Fachdelegationen zu öffentlichem Verkehr, Kläranlagen und Wasserstoff sowie die Teilnahme an den European Cities Conferences. Gleichzeitig bekräftigen die politischen Vertreter*innen der Stadt Sarajevo ihr Interesse an der Fortsetzung des Austauschs.
Anlässlich der stärkeren wirtschaftlichen Ausrichtung der Zusammenarbeit waren bei der Veranstaltung auch die österreichischen Wirtschaftsdelegierten für Bosnien-Herzegowina anwesend. Außerdem waren Vertreter*innen der Dienststellen für nachhaltige Entwicklung sowie Bildung und Kultur der Stadt Sarajevo, des Umweltministeriums des Kantons Sarajevo, der Agentur zur Förderung ausländischer Investitionen in Bosnien-Herzegowina (FIPA), der Sarajevoer Entwicklungsagentur (SERDA), des Zentrums für innovative Technologien Sarajevo (CNT), des SDG Hub Sarajevo, des Forschungsinstituts ASA und des Technologie- und Innovationszentrums FabLab zu Gast. Medienvertreter*innen äußerten indes großes Interesse an kommunalen Themen und praxisorientierten Lösungsansätzen der Wiener Stadtverwaltung.
Weitere Informationen
Stadt Sarajevo (Englisch)
Wien-Sarajevo: Dialog zu Digitalisierung und moderner Verwaltung
Justizministerin des Kantons Sarajevo war zu Besuch in Wien
Life Sciences und Start-ups: Vizebürgermeisterin Barbara Novak in Sarajevo